Stefan Zweig - Die Augen des ewigen Bruders

Mit Elisabeth Orth

Kultur.Sommer.Semmering

»In den Jahren, ehe noch der erhabene Buddha auf Erden weilte und die Erleuchtung der Erkenntnis eingoß in seine Diener, lebte im Land der Birwagher bei einem König Rajputas ein Edler, Virata, den sie den Blitz des Schwertes nannten, weil er ein Krieger war, kühn vor allen andern...«

Inspiriert von den heiligen indischen Texten der Bhagavad-Gita, dem »Gesang der Erhabenen«, erzählt Stefan Zweig die Legende von der Erleuchtung des edlen Kriegers Virata: Inmitten niedergestreckter Feinde auf dem Schlachtfeld blickt dieser in die leblosen Augen seines eigenen Bruders, den er selbst unwissentlich im Kampf erschlagen hat. Vom durchdringenden Blick dieser Augen verfolgt, wandelt sich Virata immer mehr von einem brutalen Kriegsherren hin zu einem ewig Suchenden, der in selbstloser, gottgefälliger Existenz der Schuldhaftigkeit seines eigenen Daseins entkommen will.

Die Legende des frommen Virata, der sich dem selbstlosen Leben und der Suche nach Wiedergutmachung verschreibt, gehört zu den oftmals übersehenen Perlen im umfangreichen Werk Stefan Zweigs. Gekleidet in dessen unverkennbare poetische Kunst und die sprachliche Ausdruckskraft von Kammerschauspielerin Elisabeth Orth führt diese Erzählung zurück in die mythische Welt des alten Indien, zu den ewigen Fragen von Schuld und Sühne und der Möglichkeit, für das eigene Unrecht Buße zu tun.

Nicht durch Vermeidung jeder Tat wird wahrhaft man vom Tun befreit,
Nie kann man frei von allem Tun auch einen Augenblick nur sein.

BHAGAVAD-GITA, 3. GESANG


Datum:

Sonntag, 17. Juli

Uhrzeit:

15:30 Uhr

Ort:

Grandhotel Panhans

Preis(e):

€ 39/51/63 (35/46/57)


Kartenbestellung